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Was ist eine idiopathische Skoliose?

Als Skoliose bezeichnet man eine Seitenverbiegung der Wirbelsäule mit gleichzeitiger Verdrehung der Wirbelkörper, die nicht mehr vollständig aufgerichtet werden können. Dadurch kommt es zu dem typischen Bild der Skoliose mit dem kosmetisch störenden Rippenbuckel und Lendenwulst sowie zu Veränderungen an Schultern und Becken. Häufig liegt eine genetische Disposition vor, aber genauso kann eine Skoliose auch ohne erkennbaren Grund auftreten (idiopatisch = ohne erkennbaren Grund). Die Folgen sind eine deutlich eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit und somit eine Einschränkung der  Lebensqualität. Mädchen im Alter von 10 bis 15 Jahren sind erfahrungsgemäß öfter betroffen. In diesem jungen Alter ist die Wirbelsäule in ihrem Wachstum noch formbar und kann mithilfe eines individuell angepassten Korsetts korrigiert werden. Parallel wird regelmäßige Physiotherapie angeraten. Mit dem Ende der Pubertät ist das Wirbelsäulenwachstum abgeschlossen.

Idiopathische Skoliose Korsett SimBrace®

Merkmale einer Skoliose

Aufklärungsgespräch

Ergeben sich bei der körperlichen Untersuchung durch den Arzt Anhaltspunkte für eine Skoliose, sollten Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule gemacht werden. Nur so können Art und Ausmaß der Skoliose erkannt werden. Anhand des Röntgenbildes misst der Arzt die „Seitverbiegung nach Cobb“ aus (nach John Robert Cobb benannt zur Klassifikation der Skoliosen). Das Maß dieses Winkels entscheidet über den weiteren Behandlungsverlauf, die Diagnose und die Notwendigkeit eines Korsetts. Wird ein Korsett benötigt, legt der Arzt gemeinsam mit dem Orthopädietechniker den Korsetttyp sowie das Behandlungskonzept fest. Im Aufklärungsgespräch wird der Patient bzw. die Patientin auch über die verschiedenen Physiotherapieformen und die Anwendung des Korsetts informiert.

Korsett-Typ

Anhand des Röntgenbildes kann der Arzt Typ kurz lumbal erkennen, wie viele Kurven (Bögen) die Wirbelsäule aufweist. Nur so kann man den Korsett-Typ festlegen, denn es gibt Skoliosen mit drei oder vier Bögen oder nur einem tief unten im Lendenwirbelsäulen-Bereich (lumbal). Der Korsett-Typ ergibt sich aus der Anzahl der Bögen und korrigiert dementsprechend die Wirbelsäule.

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Per 3D-Scan wird die Rumpfform  erfasst und dreidimensional auf dem Computer abgebildet. Nun kann der Orthopädietechniker die Form des Korsetts virtuell modellieren. Eine Fräse arbeitet aus einem Schaumstoffblock die Rumpfform des Körpers heraus. Auf die ausgefräste Form werden durch Hitze verformbar gemachte Kunstoffplatten gelegt, die diese exakt umschließen. So entsteht die Form des Korsetts, das später den Rumpf umschließt und so die Wirbelsäule gerade und aufrecht fasst.

Erste Anprobe

Für den optimalen Tragekomfort werden bei einer ersten Anprobe Korrekturen an der Korsettform vorgenommen und die Position der Korrekturpolster bestimmt. Das Tragen eines Korsetts erzeugt zunächst ein ungewohntes Gefühl. Daher verspannt sich der Körper im ersten Moment und drückt eher entgegen, anstatt sich weich und elastisch der Korrektur anzupassen. Unsere physiotherapeutische Begleitung hilft bei der Auswahl der Therapieform für zu Hause und klärt über Möglichkeiten der Alltagsgestaltung in Schule und Freizeit auf.

Das Korsett

Das Korsett besteht aus elastischem Kunstoff und schließt sich maßgeschneidert um den Rumpf. Die starke Taillierung ergibt sich aus der Notwendigkeit, einen Druck in die Aufrichtung zu erzeugen. Das Korsett reicht in der Regel vom Becken bis zum Brustkorb. Am Becken stützt es sich ab, um die Korrektur nach oben im Verlauf der Wirbelsäule fortzuführen. Am Brustkorb findet die Korrektur über die Rippenbögen statt, die direkt mit den Wirbelkörpern verbunden sind. Die Rotation der Wirbelkörper lässt sich auf diese Weise beeinflussen undaufrichten. Der Korsetttyp ergibt sich aus der Anzahl der Kurven (Bögen), die die Wirbelsäule aufweist.

Eingewöhnungs- und Tragezeit

Im Wesentlichen geht es um die physische und psychische Eingewöhnung. Der Patient bzw. die Patientin benötigt Zeit, um sich mit dem neuen Körpergefühl im Korsett vertraut zu machen. Auch  die Akzeptanz innerhalb des sozialen Umfeldes spielt eine wesentliche Rolle. Es ist wichtig, dass Freunde und Familie mit der neuen Situation vertraut gemacht werden. Des Weiteren gilt es, die Wirbelsäule beweglich und die Muskulatur geschmeidig zu machen, damit der Korrekturdruck des Korsetts schmerzfrei Wirkung zeigen kann. Ebenso sollte der Patient bzw. die Patientin lernen,  in die Freiräume innerhalb des Korsetts hineinzuatmen, um so die Korrektur zu verstärken. Hier sollte der Therapeut bzw. die Therapeutin helfen, die Bewegungsmöglichkeiten mit dem Korsett  voll auszuschöpfen. Auch wenn das Korsett täglich konsequent getragen wird, sollte die Korrekturfunktion der Orthese mit einer passenden Physiotherapie unterstützt werden.

Alltagssituationen

Das Tragen eines Korsetts erfordert kein neues Bett. Grundsätzlich ist eine weiche Matratze allerdings angenehmer als eine harte. Viele Patienten bzw. Patientinnen schaffen im Schlaf sogar ihre  erste längere Korsett-Tragezeit von 6 – 8 Stunden. Äußerst relevant ist die richtige Schlafposition, da sie die Skoliose wesentlich beeinflusst. Die Körperhaltung beim Melden in der Schule kann die Skoliose entweder verstärken oder verbessern. Der Skoliose-Patient bzw. die Skoliose Patientin sollte seine bzw. ihre Körperhaltung während des Tages regelmäßig kontrollieren und mit dem Physiotherapeuten bzw. der Physiotherapeutin besprechen, wie und wann korrigierende Bewegungsabläufe zu integrieren sind.

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